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Georgische Sprache und georgisches Alphabet
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Georgische Schrift
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"Silberne Stirn der Erde", aber auch "Berg der Sprache" wurde der Kaukasus im Altertum genannt. In Kaukasien sind allein fast vierzig Sprachen beheimatet. Diese Sprachen verteilen sich auf drei große Sprachfamilien, die kartwelische, die abchasisch-adygeische und dagestanische. Georgisch gehört zu dieser Familie.
In georgischer Sprache liegt eine reiche Literatur vor. Die Geschichte der georgischen Literatursprache lässt sich anderthalb Jahrtausende zurückverfolgen. Aus zwei verschiedenen Schriftarten entwickelte sich die heute gebräuchliche Mchedruli-Schrift, die keine Unterschiede zwischen Groß- und Kleinbuchstaben kennt. Die Schrift genügt den Anforderungen der Moderne weit besser, als viele andere Schriften: Phoneme und Buchstaben entsprechen sich eindeutig, d.h., jedem Phonem entspricht ein Buchstabe des Alphabets. Die Literatur in Georgisch ist in Europa zu Unrecht so wenig bekannt. Sie zählt zu den größten, reichsten und entwickeltsten Literaturen der Welt und ist tief im georgischen Volk verwurzelt. In ihrem Alter übertrifft die georgische Literatur die meisten europäischen Literaturen.
Tausendfünfhundert Jahre beträgt das Alter des frühesten georgischen Literaturdenkmals, das erhalten geblieben ist. Wie alt ist aber die georgische Literatur wirklich? Die Überlieferung berichtet, dass die georgische Schrift im 3. Jh. v. Chr. eingeführt wurde. Vieles deutet darauf hin, dass es lange vor der Annahme des Christentums in Georgien eine vorchristliche Literatur gegeben hat, die älter als zweitausend Jahre alt ist.
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